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Öffentliches Mural/Wandmalerei an einem Wohnhaus in der Nähe des alten Düssldorfer Glashüttengeländes

Öffentliches Mural/Wandmalerei an einem Wohnhaus in der Nähe des alten Düssldorfer Glashüttengeländes

Erste Ideen

 

Offene Räume, Arbeitsprozesse, Kritik.

 

Der Ruf nach offenen Räumen, unverstellten Flächen und Nischen für experimentelle Formen künstlerischer Auseinandersetzung ist gemeinhin laut. Ebenso ist das von vielen Menschen gefühlte Verlangen groß, die mit Interpretationsschwellen versehene aktuelle Kunst, kritisch zu hinterfragen um sie, z.B. durch spannende Prozesse, wieder zu einem direkten und erfahrbaren Dialog für einen größeren Teil der Gesellschaft zu machen.

 

Das historische, denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Gerresheimer-Bahnhof besitzt symbolische Qualitäten für den Versuch, unterschiedlichen sozialen Gruppen, vielfältigen Interessen des Stadtteils, Ideen von Teilhabe und Inklusion eine kulturelle Bleibe anzubieten – und dabei hochaktuelle künstlerische Bezüge und Diskurse nicht zu vernachlässigen.

 

Der Programmaufbau für den ehemaligen Bahnhof in Düsseldorf-Gerresheim will diese Bedürfnisse auf ihre Substanz hin ausloten. Die verstärkte Einbindung sogenannter ausgegrenzter Kunst wird vom Verein Jason Rø e.V.  bereits seit langem mit Erfolg gefördert. Diese Erfahrung werden sich auch im Programm des Bahnhofs teilweise niederschlagen.

 

Es werden im Kulturbahnhof nun grundsätzlich neue Methoden gesucht, für all jene,
stets aufs Neue zu bewertenden gesellschaftlichen Rollenmodelle und den damit verbundenen Chancen künstlerischer Einmischung, z.B. in soziale Felder.

Gebraucht wird die Kreativität vieler Menschen, um kritische Auseinandersetzung, die Rolle des Künstlers und die Verbindung von neuem und altem Verständnis als Gesellschaft weiterentwickeln zu können.

Eine Kultur, die Entwicklung und Identifikation für viele bietet, kommt daher nicht ohne Selbstkritik, Kritik und vielfältige Formen der Einmischung aus.